So berechnet EventCalc Mengen und Kosten

EventCalc trennt konsequent drei Dinge: was eine Quelle sagt, was EventCalc daraus auswählt, und was schlicht unbekannt ist. Jede Menge lässt sich auf eine dieser drei Kategorien zurückführen — und fehlende Daten werden als fehlend ausgewiesen, nicht durch plausible Zahlen ersetzt.

Portionswerte: Quelle und Auswahl

Viele Quellen nennen keinen einzelnen Wert, sondern einen Bereich — etwa 100–150 g trockene Pasta als Hauptgericht. EventCalc speichert diesen Bereich unverändert und wählt daraus einen Rechenwert, in der Regel den Mittelpunkt. Beide Angaben stehen getrennt in der Oberfläche: Quellenbereich und EventCalc-Basis. Eine Karte behauptet nie, die Quelle empfehle genau den Wert, den EventCalc verwendet.

Kinderwerte

Wo eine Quelle einen eigenen Kinderwert nennt, wird dieser verwendet — etwa bei Pizza. Wo sie das nicht tut, setzt EventCalc einen eigenen, im ganzen Katalog gleichen Kinderfaktor an und kennzeichnet ihn als EventCalc-Annahme. Ein solcher Wert wird nie als Empfehlung der Quelle dargestellt.

Großzügigkeit

Die Einstellung „Sparsam / Normal / Großzügig“ ist ein globaler Faktor (0,9 / 1 / 1,15). Er wird auf die berechnete Gesamtmenge angewendet — genau einmal. Er wirkt nicht zusätzlich auf jede einzelne Speise und wird nicht mit einem zweiten Sicherheitsaufschlag kombiniert.

Geteilte Bedarfspools

Speisen, die denselben Zweck erfüllen, teilen sich einen Bedarf, statt jede für sich voll zu zählen. Das gilt für Hauptspeisen, Beilagen und Salate im Menü ebenso wie für Getränke und für den Buffet-Modus. Praktisch heißt das: Ein zusätzliches Hauptgericht erhöht nicht den Gesamtbedarf, sondern verteilt ihn anders. Wie stark eine Speise beiträgt, lässt sich je Gruppe anpassen.

Rezepte und Skalierung

Ein Rezept ist immer eine benannte Variante mit Quelle, nicht „das“ Rezept eines Gerichts. Die Zutatenmengen werden linear auf den Bedarf skaliert. Wo etwas nur als Ganzes hergestellt werden kann — ein Kuchen, eine Pizza — wird auf ganze Einheiten aufgerundet statt auf einen Bruchteil. Löffelangaben wie „3 EL“ werden über eine zentrale, sichtbare Umrechnung in Gramm oder Milliliter überführt; Zutaten ohne Mengenangabe bekommen keine erfundene Menge.

Vom Bedarf zum Einkauf

Der exakte Bedarf bleibt unangetastet. Erst danach werden die Mengen aller Speisen je Zutat zusammengefasst und in Packungen umgerechnet — aufgerundet auf ganze Packungen, mit ausgewiesenem Überschuss. Gerundet wird also einmal, am Ende, auf die Summe: nicht je Gericht und nicht je Gast. Bei Dosen mit Abtropfgewicht zählt die tatsächlich verwertbare Menge, nicht das Bruttogewicht.

Kosten

Ein Preis stammt entweder aus einer geprüften Marktreferenz oder von dir selbst — ein eigener Preis hat immer Vorrang. Es gibt keine dritte Stufe „plausibler Schätzwert“. Fehlt für eine Position ein Preis, wird sie als fehlend geführt und nicht als 0 € verrechnet. Eine unvollständige Summe wird deshalb nie als Endsumme dargestellt, sondern als bekannter Teilbetrag mit der Anzahl offener Positionen.

Datenstand

Zu jeder Preisreferenz gehören zwei Daten: gemeldeter Stand — das Datum, das die Quelle selbst für den Preis angibt — und geprüft am — das Datum, an dem EventCalc Link und Zahlen kontrolliert hat. Fehlt das erste Datum in der Quelle, wird es nicht erfunden. Marktreferenzen sind nutzergemeldete Preise, keine bundesweit garantierten Preise; sie schwanken je Standort und Zeitpunkt.

Alle Mengen sind Planungsrichtwerte. EventCalc beruft sich auf praktische Koch-, Handels- und Cateringquellen und nicht auf eigene wissenschaftliche Untersuchungen.

Weiterlesen

Welche konkreten Publikationen hinter den Werten stehen, steht auf der Quellenseite. Hintergrund zum Projekt selbst gibt es unter „Über EventCalc“.

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